Mentorenprogramm
In den Mittelpunkt:
Studierende statt Lehrstoff - unser Mentorenprogramm
Notwendigkeit:
An zahlreichen Hochschulen werden Studienanfänger in der Regel ohne Betreuung und ohne Orientierung an den Start geschickt. Das was, wie, warum des Studiums bleibt zunächst offen, ist im Verlauf mühselig zu erarbeiten
Der Nutzen:
Was an ausländischen Hochschulen häufig Erfahrung ist, liegt auch unserem Mentorenprogramm zugrunde:
- den Kontakt zwischen Dozenten und Studierenden zu verbessern
- die Betreuung in den beiden ersten Semestern zu intensivieren
- Ziele des Studiums zu vermitteln
- Orientierung zur „ Ausgestaltung „ zu geben
- Lernmethodik verbessern
- Voraussetzungen zum Studieren aufzuarbeiten
All diese Hinweise erleichtern unseren Studierenden den Übergang von der Schul-/Berufsausbildung in die besonderen Anforderungen des Studiums. Das Studium wird „ begleitend“ aufgenommen und gestaltet. Die Anonymität wird ersetzt durch das Individuum.
Die Ausgestaltung:
Jede Semestergruppe von 70-80 Studierenden wird in vier Gruppen aufgeteilt, um die sich jeweils ein Professor oder bewährter Lehrbeauftragter kümmert. Mit jeder dieser Teilgruppen finden Veranstaltungen statt, in denen Themengebiete behandelt werden wie:
Lernpsychologie („Lernen lernen“)
Selbst- und Zeitmanagement
Anforderungsprofile erfolgreicher Studierender und Manager
Neben dem Vermitteln von Fachwissen zur Lernspychologie, Motivationstheorie usw. dient die seminaristische Veranstaltung dem Erwerb von Schlüsselkompetenzen: Die Studierenden stellen sich in einer kurzen Präsentation vor, erarbeiten Themen in Gruppen und präsentieren Sie.
Auf diese Weise wird ein Gemeinschaftsgefühl gefördert („teambuilding“) und Lerngruppen initiiert - gute Voraussetzungen, um die ersten Klausuren vorzubereiten erfolgreich abzulegen.
Der eigentliche Schwerpunkt des Mentoren-Programms besteht aber in Einzelgesprächen zwischen Studierenden und Mentor. Ein formelles erstes Gespräch ist nach den ersten Wochen des Studiums geplant, ein zweites zu Beginn des zweiten Semesters, weitere Gespräche finden nach Bedarf statt, auch auf informeller Basis.
Analog einem Personalgespräch in der Wirtschaft werden bei den strukturierten Gesprächen folgende Dinge besprochen:
- besondere Herausforderungen /Anforderungen des Studiums
- Unterstützungsnotwendigkeiten
- Operative Ziele mit angestrebten Noten der Prüfungsperiode
- Meilensteine zum langfristigen Ziel , wie Auslandsaufenthalte, Praktika usw.
- Geplanter Arbeitsaufwand im laufenden Semester unter Berücksichtigung von Nebenjobs
- Rückblick auf vorhergehende Gespräche und Erkenntnisse daraus
Fortschritte aber auch Defizite im Studium und in der Entwicklung der Persönlichkeit werden in gemeinsamen Gesprächen festgestellt; Möglichkeiten, Stärken zu verstärken und Schwächen zu eliminieren werden diskutiert.
Die Erfahrungen:
Eine Evaluation des Mentorenprogramms hat Ende SS 2006 stattgefunden. Die Studierenden bewerten das Mentoren-Programm als wichtige fachliche Hilfe. Viele sind begeistert von dieser Unterstützung. Die Ziele der Veranstaltung werden vollständig erreicht und der Ablauf wird als gelungen bewertet..
Eine positive Würdigung erfährt das Mentorenprogramm auch durch die Dozenten, die dadurch einen intensiveren Kontakt mit den Studierenden herstellen können, sich leistungsbereiten und motivierten Studierenden gegenübersehen und eine gezielte Förderung von Studierenden umsetzen können. Der Nutzen für die Studierenden wird insgesamt als hoch und als außerordentlich wichtig eingeschätzt.
Das Mentorenprogramm auf einen Blick
- Persönliche Betreuung und laufender Kontakt mit den Dozenten
- Begleitung zum Studienbeginn
- Erläuterung / Erörterung des WAS/WIE/WARUM des Studiums
- Hinweise zur Lernmethodik/-Systematik/-Organisation
- Aufbau eines Gemeinschaftsgefühls
Einzelgespräche zwischen Dozenten und Studierenden führen zu einer Individualisierung und zum Erfolg